2018 /// Ausstellung "Blicke auf Potsdam"

01.10.2018 - 31.12.2018 /// Galerie 11-Line Potsdam

 

Durch seine Lage bietet Potsdam von den diesen Ort umgebenden Erhebungen wundervolle Ausblicke über die Stadt. Dieses Bild ändert sich täglich und augenblicklich

durch die Jahreszeiten hinweg. Taucht man als Künstler tiefer in diesen Kosmos ein, so ergeben sich Motive von unendlicher Vielfalt.

 

Ein Schritt aus dem Atelier, und die ganze Fülle von Farben, Formen, Architektur, Landschaft und  Geschichte in sinnvoller Verknüpfung reizt die Sinne zur künstlerischen Arbeit.

2017 /// Ausstellung "Spuren"

22.09.2017 - 22.10.2017 /// Bürgerhaus „Hanns Eisler“

 

... Spuren vermitteln etwas von dem, was vergangen ist, historisch ist. Sie verweisen auf etwas Gewesenes, von dem aber auf eigentümliche Art etwas verblieben ist. Dieses Gewesene erscheint im Jetzt - und das oft auch nur für eine kurze Zeit, für einen Moment. Jedoch nun in einer ganz anderen Form als in seiner ursprünglichen Existenz. Spuren vom Einstigen sind dennoch Zeugnis auch der Gegenwart...

 

Wolfgang Lieberts Malerei fungiert selbst als Mittel der Spurensuche. Nicht nur, dass sie den für ihn bedeutsamen Extrakt von Realitätserfahrung veranschaulicht und diese im Format komprimiert. Im Prozess der malerischen Formung erhalten die mentalen Erinnerungsbilder eine neuartige Präsenz, erfahren reale Motive Wandlung zu Formen sinnfälliger Bedeutungsgehalte, werden zu erzählenden Details der stimmungsvollen Bildszenarien. Die Erscheinungen der äußeren Wirklichkeit aufzubrechen und die Wahrheit zu finden, bildet den Kern seiner künstlerischen Motivation. Inspiration liefert ihm unmittelbar Erlebtes, das Befinden des ICHs vor dem realen Motiv, das wiederum zum Gegenstand seiner Malerei avanciert. ...

 

Dr. Petra Lange, Berlin

2016 /// Ausstellung "Fokus Sammlung: Potsdam in der Grafik von 1945 bis 2000"

17.09.2016 - 31.10.2016 /// Potsdam Museum

 

Das Potsdam Museum besitzt mit über 250.000 Objekten eine der größten kultur- und regionalgeschichtlichen Sammlungen Brandenburgs. Zum Beispiel gehören mehr als 7000 grafische Blätter zum Sammlungsbestand nach 1945. Ein Großteil wurde von der „Galerie Sozialistische Kunst“, die zwischen 1976 und 1992 existierte, angekauft, darunter Handzeichnungen, Aquarelle, Pastelle und Druckgrafiken. Aber auch in jüngster Vergangenheit wurde die Grafiksammlung dank großzügiger Schenkungen von Potsdamer Künstlerinnen und Künstler erweitert. Aus diesem umfassenden Bestand heraus wurde die Werkschau „Potsdam in der Grafik von 1945 bis 2000“ entwickelt. Darstellungen der Stadt Potsdam mit ihrer einmaligen Schlösser- und Gartenlandschaft bilden einen Sammlungsschwerpunkt und gehen bis ins ausgehende 17. Jahrhundert zurück. In der zeitgenössischen Grafik halten die Künstlerinnen und Künstler die Veränderungen ihrer Heimatstadt, nach der Zerstörung im April 1945 und während des Wiederaufbaus fest, die den Schwerpunkt der Ausstellung bilden.

 

Die Präsentation vereint 115 Werke von 30 Künstlerinnen und Künstlern und ist in fünf thematische Sektionen gegliedert. Sie eröffnet interessante Blickwinkel auf die Stadt und bietet verschiedene grafische Techniken dar. Viele Arbeiten, u. a. Aquarelle und Pastelle zum Beispiel von Karl Höfer, Hans-Joachim Biedermann, Manfred Nitsche, Christian Heinze, Barbara und Karl Raetsch, Wolfgang Liebert und Peter Rohn sowie Peter Panzner werden hier erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Ausstellung nimmt ihren Anfang im Jahr 1945, thematisiert die Zerstörung Potsdams und führt bis in die heutige Zeit, für die die Neugestaltung der historischen Mitte prägend ist.

 

Der Einblick in die Grafiksammlung ergänzt die 2014 gezeigte Präsentation „Stadt-Bild / Kunst-Raum“, die hauptsächlich dem Gemäldebestand gewidmet war.

2016 /// Ausstellung "ricordi del sud"
"Erinnerungen an den Süden"

Malta - Gozo - die Insel der schönen Nymphe Kalypso.

Von der Schwelle des Hauses der Blick über den kleinen Hafen Xlendi zur gegenüberliegenden Felswand, in der die antike griechische Mythologie, die für mich dort überall spürbar, wie eine magische Formel verschlüsselt aufgezeichnet war...

 

Alexander Camaro, 1990

2014 /// Ausstellung "Stadt - Bild / Kunst - Raum"

Entwürfe der Stadt in Werken von Potsdamer und Ost - Berliner Künstlerinnen und Künstlern. 1949 - 1990 aus dem Vorwort zum Katalog von Jutta Götzmann und Jürgen Danyel. … Die Konzeption der Ausstellung orientiert sich an einer thematischen Gliederung und verzichtet auf eine chronologische Anordnung. Themenräume fokussieren den Blick des Betrachters auf Zusammenhänge von Urbanität, städtischer Utopie, sozialer Aneignung, politischer Gestaltung und Traditionsbildung. Acht Sektionen beziehen sich auf Orte der Stadt, ohne konkrete topografische Positionen zu benennen. Vielmehr spiegelt die Ausstellungskonzeption eine bildkünstlerische und inhaltliche Struktur wider, die sich in Themen wie Konstruktionsorte, Parallelwelten, Rückzugsorte, Urbanität, Repressionsorte, Freiräume, Sehnsuchtsorte und Experimentierflächen niederschlägt. Auf diese Weise werden unterschiedliche künstlerische Zugänge zu den verschiedenen Dimensionen der Stadt als historisch gewachsener, bebauter Raum, soziales Beziehungsgeflecht und individuell angeeignete Lebenswelt sichtbar gemacht…

 

Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte

7. September 2014 bis 11. Januar 2015

2013 /// Ausstellung "Leben in Bildern"

Aus der Eröffnungsrede von Thomas Kumlehn, gehalten am 20.12.2013 Die erste Hälfte des Ausstellungstitels „Baustelle am Morgen“ ist gleichzeitig der Titel eines in Jefremow entstanden Bildes aus dem Jahr 1984. Wolfgang Liebert unternahm nicht nur ausgedehnte Reisen durch die damalige Sowjetunion. Er hat auch mehrfach Studienreisen dorthin unternommen, wo die Erdgastrasse gebaut und verlegt worden ist. Er war vor Ort Augenzeuge einer martialischen Reibung zwischen der ursprünglichen Natur einer Landschaft und ihrer industriellen Über- und Verformung. In seinen Bildern widmete sich Liebert den Momenten dieses planvollen Vorgehens, unter Verzicht auf moralische Kommentare oder sinnbildhafte Interpretationen. Man sieht keine Idealisierung und keine Mahnung. Der Künstler blieb malender Betrachter des Geschehens, das ihn zugleich aus der gewählten Nahdistanz packte, aber auch Zaungast sein ließ.

2013 /// Ausstellung "Schichtwechsel"

Kunst aus 40 Jahren DDR. Eine Wanderausstellung des Kunstarchivs Beeskow in Krefeld, Eupen/Belgien, Riesa, Beeskow und Eisenhüttenstadt 2010 bis 2013.

Der Ausstellungstitel "Schichtwechsel" bezieht sich sowohl auf den Wandel der Arbeitswelt als auch auf den gesellschaftlichen Wandel nach dem Ende der DDR und dem damit verbundenen Paradigmenwechsel in der Kunst. In thematisch strukturierten Abteilungen werden zeitübergreifend Schwerpunkte gesetzt wie das neue Menschenbild, Aufbau der DDR, Welt der Arbeit (Industriedarstellungen, Brigadebilder, Helden der Arbeit, Aussteiger etc.), gesellschaftliches Engagement, Landschaft/Stillleben, die der gegenständlichen Darstellung verpflichtet sind. In der letzten Abteilung sind Künstler vertreten, die vor allem in den verschiedenen grafischen Techniken in Bereichen des Abstrakten gearbeitet haben.

2012 /// Einzelausstellung im Rechtsanwaltsbüro Goldenstein & Partner

In einer Villa aus dem 19. Jahrhundert arbeitet die Kanzlei Goldenstein & Partner. Dort, direkt am Nauener Tor, begegnen sich das historische Holländische Viertel und die 2. Barocke Stadterweiterung. Diese beiden für Potsdam typischen Areale waren für mich in dem Zeitraum um das Jahr 1989 für mehrere Jahre Inspiration und Ort meiner künstlerischen Arbeit. Dort sind im Pleinair und auch im Atelier eine grosse Zahl von Studien und Bildern in unterschiedlichen Maltechniken entstanden. Beide architektonischen Denkmäler waren von Verfall und Neubeginn geprägt. Alteingesessene, Studenten, kleine Handwerksbetriebe, Kneipen, Müllfahrer, Markthändler und Schüler der umliegenden Schulen bildeten die soziale Struktur. Heute dominieren Handel und touristischer Kommerz im Zeichen Preussens  das Leben. Genau in diesem Umfeld habe ich mich künstlerisch den stillen Höfen, Hausdurchgängen, verlassenen Räumen, Strassenschluchten, verfallenen Häusern und Giebeln, sowie dem zaghaften Beginn der Rekonstruktion gewidmet. Die in der Kanzlei Goldensten & Partner ausgestellten Bilder zeigen den verblichenen Glanz einer vergangenen Epoche und sollen daran erinnern, dass bewahren und fortführen eine Maxime unseres Handelns sein sollten.

2012 /// Ausstellung "Wege - Spuren" im städtischen Museum Eisenhüttenstadt

Eisenhüttenstadt (MOZ) Der Künstler Wolfgang Liebert, dessen Arbeiten zurzeit in einer Ausstellung in der Galerie des Städtischen Museums zu sehen sind, hat der Einrichtung sein Bild "Eiszeit" geschenkt. Das Bild wird in den Sammlungsbestand aufgenommen, in dem sich hauptsächlich Werke der Malerei und Plastik befinden, die zwischen 1949 und 1990 entstanden sind. "Das Bild spiegelt meine persönliche Situation und Irritation in der Vorwende- und Wendezeit wider". Die 2. Hälfte der 80er- Jahre seien durch bedenkliche und nachdenkliche Momente bestimmt gewesen. Der Künstler nennt unter anderem die Tschernobyl-Katastrophe und den Afghanistan-Krieg. Wolfgang Liebert interpretiert sein Gemälde, das zu einer Reihe von fünf Arbeiten gehört, die um die Wendezeit entstanden sind,  so: "Eine hoffnungslose, erstarrte Situation. Das Vehikel mit dem Markenzeichen Union ist steckengeblieben, es ist ruiniert, bewegungsunfähig und irreparabel. Auf dem funktionsuntüchtigen Fahrrad hocken die Statisten der Bewegung. Ein Anonymus flieht ins Nichts."

 

2011 /// Ausstellung in der Oberlinkirche Potsdam

Es ist für mich ein bisher einmaliges und außergewöhnliches Vorhaben, zur Passionszeit unter dem Dach der Kirche eine Folge von acht Tafelbildern zu zeigen. Diese Gemälde sind in den vergangenen Jahren im eigenen Auftrag als Ausdruck einer sich formenden Lebensanschauung entstanden. Der Grundgedanke meiner Arbeit berührt elementare Daseinsfragen und entspricht dem Wunsch nach Erkenntnis, der Suche nach Wahrheit und Sinn, sowie dem Licht der Hoffnung. Diese Bilder stellen Fragen und geben auch Antworten, zugleich lassen sie dem Betrachter Raum für Interpretationen und sollen zur Meditation über unser Sein anregen.

2011 /// Wandbild für die Bornstedter Trauerhalle

Nichts Dunkles haftet der Trauerkapelle auf dem Bornstedter Friedhof an, obwohl sich Dunkelheit über Menschen legt, die von einem lieben Verstorbenen hier Abschied nehmen müssen. Das Gebäude, um 1880 von Reinhold Persius erbaut, erlebte in den vergangenen Monaten eine völlige Umgestaltung. Die Augen der hier Eintretenden werden von nun an in ein helles Licht blicken, das Trost und Hoffnung ausstrahlen will. Es ist das Licht eines Bildes mit seinen Goldtönen, das der Künstler Wolfgang Liebert unlängst für die Friedhofskapelle in Mischtechnik malte. Wie ein italienisches Mosaikbild aus vergangenen Jahrhunderten mit seiner oftmals leuchtenden Kraft wirkt das Gemälde Lieberts, dem er den Namen „Endlich – Unendlich“ gab. Ein Mensch, der nur in Umrissen dargestellt ist, steht an der Grenze seines irdischen Daseins, vom Jenseits durch einen vertikalen Spalt getrennt. Aber das Wesen mit einem Flügel auf der gegenüberliegenden Seite – ein Engel – nimmt den sterblichen Menschen auf und führt ihn in ein Licht, das alles Dunkle vertreibt. Ein Geheimnis, das wohl über alles Erfassbare hinausführt. (Klaus Büstrin)

 

Stand:Oktober 2018 | © Wolfgang Liebert | Maler und Grafiker | Impressum